Shopware

SAP Commerce End-of-Life 2026: So gelingt die Migration zu Shopware 6

HL

Holger Lentz

6 Min. Lesezeit

Der Countdown läuft: Am 31. Juli 2026 stellt SAP den Mainstream-Support für SAP Commerce On-Premise ein – die Plattform, die viele noch unter dem Namen SAP Hybris kennen. Ab August erhalten Betreiber keine regulären Sicherheitspatches, keine funktionalen Updates und keinen garantierten Support mehr. Wer dann noch auf der On-Premise-Version läuft, betreibt sein E-Commerce-Geschäft auf einer Plattform mit wachsendem Sicherheitsrisiko und steigender technischer Schuld. Das SAP Commerce End-of-Life ist damit kein abstraktes IT-Thema, sondern eine unternehmerische Entscheidung mit Deadline. Wir zeigen Ihnen, welche Optionen Sie jetzt haben – und warum die Migration zu Shopware 6 für viele B2B-Unternehmen der wirtschaftlich sinnvollste Weg ist.

Was das Support-Ende von SAP Commerce konkret bedeutet

Mit dem Stichtag endet die Mainstream-Wartung für SAP Commerce On-Premise in der Version 2205. Danach bleibt nur die sogenannte kundenspezifische Wartung – ohne garantierte Reaktionszeiten, ohne Sicherheitsupdates, ohne neue Features. Für einen Shop, der Umsatz im sieben- oder achtstelligen Bereich abwickelt, ist das ein erhebliches Betriebsrisiko: Jede neu entdeckte Sicherheitslücke bleibt offen, jede Integration in umliegende Systeme wird mit der Zeit fragiler.

SAP selbst bietet als Nachfolger die SAP Commerce Cloud an. Doch dieser Weg ist kein einfaches Update, sondern ein eigenes Migrationsprojekt – mit Cloud-Lizenzmodell, neuen Betriebskosten und weiterhin hoher Komplexität. Genau deshalb nutzen viele Unternehmen das Support-Ende als Anlass, ihre Plattformstrategie grundsätzlich zu überdenken: Passt ein Enterprise-System dieser Größenordnung überhaupt noch zu unseren Anforderungen? Unsere Erfahrung als E-Commerce Agentur zeigt: In vielen Fällen lautet die ehrliche Antwort Nein.

Warum Shopware 6 die logische Alternative für den Mittelstand ist

SAP Commerce wurde für Konzerne gebaut – mit entsprechendem Preisschild bei Lizenzen, Hosting und Entwicklung. Viele mittelständische B2B-Händler nutzen aber nur einen Bruchteil des Funktionsumfangs und zahlen trotzdem den vollen Enterprise-Aufschlag. Shopware 6 setzt hier an: Die Plattform ist unter den Top-1.000-Onlineshops in Deutschland Marktführer und deckt mit den seit 2025 im Core integrierten B2B Components genau die Anforderungen ab, für die früher ein Enterprise-System nötig war – Kundengruppenverwaltung, individuelle Preise, Freigabe-Workflows, Budgets und ERP-Integration.

Dazu kommt die Architektur: Shopware 6 ist API-first aufgebaut, lässt sich headless betreiben und wächst modular mit Ihren Anforderungen. Statt eines monolithischen Systems, das jede Änderung zum Großprojekt macht, erhalten Sie eine Plattform, auf der neue Features in Wochen statt Quartalen live gehen. In Bewertungen wie Gartner Peer Insights schneidet Shopware inzwischen besser ab als SAP Commerce – bei deutlich niedrigeren Gesamtkosten. Für die Details zur technischen Umsetzung lohnt ein Blick auf unsere Leistungen im Bereich Shopware Entwicklung.

So läuft die Migration ab: Phasen, Dauer, Kosten

Eine Migration von SAP Commerce zu Shopware 6 dauert typischerweise vier bis neun Monate – abhängig von Katalogsgröße, Anzahl der Vertriebskanäle und Tiefe der ERP-Integration. Der größte Aufwandstreiber ist dabei fast immer die Datenmigration: Produktdaten, Kundenstrukturen, Preislogiken und Bestellhistorien machen erfahrungsgemäß 60 bis 80 Prozent des Projektaufwands aus. Wer hier sauber plant, entscheidet über Erfolg oder Misserfolg des gesamten Projekts.

Bewährt hat sich ein phasenweises Vorgehen:

  • Analyse: Ist-Aufnahme der Prozesse, Integrationen und Datenmodelle im Altsystem – inklusive der ehrlichen Frage, welche Custom-Features wirklich noch gebraucht werden.

  • Datenmigration: Mapping von Produkt-, Kunden- und Auftragsdaten auf das Shopware-Datenmodell, mit automatisierten Migrationspipelines statt manueller Übertragung.

  • Umsetzung: Aufbau der Storefront, Anbindung von ERP und PIM, Abbildung der B2B-Preislogiken mit den B2B Components.

  • Go-live in Etappen: Erst ein Vertriebskanal oder Ländermarkt, dann der Rollout – das reduziert Risiko und liefert früh echtes Nutzerfeedback.

Die Kostenseite spricht ebenfalls eine klare Sprache: Durch wegfallende Enterprise-Lizenzen und schlankeren Betrieb sparen Unternehmen nach der Migration häufig einen signifikanten Teil ihrer laufenden Plattformkosten – Einsparungen von 30 bis 40 Prozent ab dem zweiten Jahr sind in realen Projekten dokumentiert.

Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden

Der größte Fehler ist Abwarten. Wer erst im Herbst 2026 startet, migriert unter Zeitdruck und ohne Support-Netz für das Altsystem. Der zweite Klassiker: das Altsystem eins zu eins nachbauen zu wollen. Viele der über Jahre gewachsenen Hybris-Customizations existieren nur, weil der Standard sie damals nicht abdeckte – Shopware 6 bringt vieles davon heute von Haus aus mit. Jede ungeprüft übernommene Sonderlocke kostet Budget und zementiert alte Komplexität in der neuen Plattform.

Unterschätzt wird außerdem regelmäßig die SEO-Seite des Umzugs: Ohne sauberes Redirect-Konzept, konsistente URL-Strukturen und migrierte Metadaten verliert ein Shop beim Plattformwechsel schnell organische Sichtbarkeit, die über Jahre aufgebaut wurde. Eine erfahrene Shopware Agentur plant die Migration deshalb von Anfang an mit technischem SEO-Fokus – vom Crawling-Konzept bis zum Monitoring nach dem Go-live.

Fazit: Die Zeit läuft – nutzen Sie sie

Das SAP Commerce End-of-Life am 31. Juli 2026 zwingt zur Entscheidung: teurer Umzug in die SAP Commerce Cloud oder Wechsel auf eine Plattform, die zu Größe und Geschwindigkeit Ihres Geschäfts passt. Für die meisten mittelständischen B2B-Händler ist Shopware 6 die wirtschaftlich und technisch überzeugendere Antwort – niedrigere Gesamtkosten, moderne Architektur und ein B2B-Funktionsumfang, der Enterprise-Anforderungen abdeckt. Entscheidend ist, jetzt zu starten: mit einer sauberen Analyse statt mit Hektik kurz vor knapp.

Lassen Sie Ihren Umsatz nicht von veralteten Strukturen ausbremsen. Sprechen Sie mit den Experten von enno.dev, Ihrer spezialisierten Shopware Agentur Köln – wir analysieren Ihr SAP-Commerce-Setup und zeigen Ihnen, wie Ihre Migration zu Shopware 6 gelingt.

Lassen Sie uns über Ihr Projekt sprechen:

Wir melden uns innerhalb 24 Stunden bei Ihnen.

Ganz unverbindlich.

Sie gehen mit konkreten weiteren Schritten aus dem Gespräch raus.

Ihr AnsprechpartnerHolger Lentz
Persönlich, direkt, ehrlich
Sprechen wir über Ihr Projekt
Wir schauen uns Ihr Setup an, sagen Ihnen ehrlich, was funktioniert, was wir anders machen würden und ob wir der richtige Partner für Sie sind.
Holger Lentz
CEO, enno.dev GmbH