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Shopware 6.7.13 Update: Gastkonten umwandeln, neue B2B Components und besseres SEO

HL

Holger Lentz

6 Min. Lesezeit

Am 5. August 2026 hat Shopware die Version 6.7.13.0 veröffentlicht. Das August-Release bringt eine Funktion mit, auf die viele Händler lange gewartet haben: Gastkonten lassen sich jetzt in registrierte Kundenkonten umwandeln. Dazu kommen spürbar erweiterte B2B Components mit ausgebautem Quote Management und mehrstufigen Organisationsstrukturen, mehrere Verbesserungen für die Storefront-SEO und eine deutlich schnellere Kategorieverwaltung. Als spezialisierte Shopware Agentur haben wir uns das Release im Detail angesehen und ordnen für Sie ein, welche Neuerungen im Shopware 6.7.13 Update wirklich auf Umsatz, Prozesse und Sichtbarkeit einzahlen.

Gastkonten werden zu Stammkunden: die neue Kontoumwandlung

Der Gast-Checkout ist einer der bewährtesten Conversion-Hebel im E-Commerce: weniger Hürden, weniger Abbrüche, mehr abgeschlossene Bestellungen. Der Preis dafür war bisher hoch, denn Gastbestellungen blieben anonym. Keine Bestellhistorie im Kundenkonto, keine Basis für Kundenbindung, keine sauberen First-Party-Daten. Mit Shopware 6.7.13 löst sich dieser Zielkonflikt auf: Gastkunden können direkt nach Abschluss der Bestellung ein Passwort setzen und ihr Gastkonto in ein reguläres Kundenkonto überführen. Die gerade aufgegebene Bestellung bleibt dem Konto zugeordnet, eine erneute Dateneingabe ist nicht nötig.

Auch in der Administration können Sie Gastkonten jetzt aktiv umwandeln, wahlweise über einen sicheren Passwort-Reset-Link per E-Mail oder durch manuelles Setzen eines Passworts. Für Ihr Marketing ist das ein echter Gewinn: Jedes umgewandelte Konto liefert Bestellhistorie und Kontaktdaten für Segmentierung, Loyalty-Programme und personalisierte Kampagnen, ohne dass Sie im Checkout auch nur einen Prozentpunkt Conversion opfern müssen.

B2B Components: Quote Management und komplexe Organisationen

Für B2B-Händler ist das August-Release besonders interessant. Das Quote Management, von der UserVoice-Community auf die Roadmap gewählt, deckt jetzt auch komplexe Angebotsprozesse ab. Neu sind unter anderem:

  • Kommentare und Rabatte auf Produktebene

  • vollständige Angebots- und Nachrichtenhistorie

  • Nachverfolgung von Dokumentversionen

  • Sichtbarkeit der Versandkosten im Angebot

  • neue Angebotsstatus mit optionalen Benachrichtigungen

Damit rückt der digitale Angebotsprozess ein großes Stück näher an das heran, was Einkäufer aus dem klassischen Vertrieb kennen: nachvollziehbare Historie, transparente Gesamtkosten, klarer Status. Ebenfalls neu: Mitarbeiterkonten können jetzt mehreren Organization Units und sogar mehreren Unternehmen zugeordnet werden, mit Kontextwechsel direkt im Kundenkonto und ohne separate Zugangsdaten. Sub Organization Units und Budgets pro Einheit bilden auch feingranulare Konzernstrukturen ab. Genau solche Anforderungen mussten wir in der Shopware Entwicklung bisher regelmäßig individuell umsetzen. Dass sie jetzt Standard sind, senkt Projektkosten und Time-to-Market für komplexe B2B-Setups deutlich.

Katalog und SEO: Dynamic Product Groups, Canonical URLs und robots.txt

Im Katalog gibt Ihnen die neue Option „Passende Varianten gruppiert anzeigen“ mehr Kontrolle über Dynamic Product Groups: Je nach Sortiment zeigen Sie Varianten einzeln oder unter einem gemeinsamen Hauptprodukt, in Kategorien ebenso wie in Cross-Selling-Bereichen und CMS-Produkt-Slidern.

Für die Sichtbarkeit noch wichtiger sind drei SEO-Korrekturen: Canonical URLs unterscheiden jetzt korrekt zwischen paginierten Kategorieseiten, Link-Kategorien erhalten wieder SEO-URLs und leiten sauber auf ihr Ziel weiter, statt eine 404-Seite auszugeben, und die Standard-robots.txt unterstützt Produktfeed-URLs für das Google Merchant Center. Gerade bei großen Katalogen mit vielen paginierten Kategorien zahlt das direkt auf Crawl-Budget und Indexierung ein. Wer hier bisher mit Workarounds gearbeitet hat, etwa mit eigenen Template-Anpassungen für Canonicals oder Weiterleitungsregeln für Link-Kategorien, sollte diese nach dem Update prüfen und entfernen, bevor sich Regeln gegenseitig überschreiben.

Unser Tipp aus der Praxis: Beobachten Sie nach dem Update die Google Search Console. Achten Sie in den Indexierungsberichten darauf, ob paginierte Kategorieseiten mit den neuen Canonicals korrekt zusammengeführt werden und ob ehemals fehlerhafte Link-Kategorien aus den 404-Berichten verschwinden. Solche technischen Korrekturen wirken selten über Nacht, nach einigen Wochen zeigt sich der Effekt aber messbar in Crawl-Statistiken und indexierten Seiten. Wer zusätzlich einen Produktfeed für das Google Merchant Center betreibt, sollte die aktualisierte robots.txt mit den eigenen Anpassungen abgleichen.

Performance und Developer Experience

Unter der Haube hat sich ebenfalls einiges getan. Die Kategorieverwaltung verarbeitet beim Speichern nur noch die betroffene Kategorie samt Unterkategorien statt des gesamten Baums. In Shops mit umfangreichen Kategoriestrukturen beschleunigt das Speichervorgänge spürbar und reduziert Hintergrundprozesse. Dazu kommen zustandslose Store-API-Anfragen, eine robustere Medienverarbeitung und erweiterte Elasticsearch-Unterstützung mit besserem Phrase Matching und flexiblerem Ranking.

Für Entwickler interessant: Custom Fields lassen sich für Apps und Plugins jetzt deklarativ konfigurieren, und neue Admin-API-Endpunkte decken Übersetzungsmanagement und den Download von Mediendateien ab. Das vereinfacht saubere, updatesichere Erweiterungen und automatisierte Workflows rund um Ihren Shop.

Sollten Sie jetzt updaten?

Ja, aber kontrolliert. Shopware 6.7.13 ist ein Minor-Release ohne Breaking Changes im Kern, trotzdem gehört vor jedes Update ein Test auf der Staging-Umgebung inklusive Plugin-Kompatibilität. Da Shopware 6.8 erst 2027 erscheint, bleibt die 6.7-Linie auf absehbare Zeit die Basis Ihres Shops: Wer die monatlichen Releases zeitnah einspielt, hält den Aufwand pro Update klein, bekommt Performance- und SEO-Verbesserungen früh und bleibt bei Sicherheitspatches auf der sicheren Seite. Als E-Commerce Agentur übernehmen wir genau diese Update-Strategie für unsere Kunden, von der Kompatibilitätsprüfung über die Staging-Tests bis zum abgesicherten Deployment in die Produktivumgebung.

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