Produktfamilien und Attribute
PIM in den Shop. Attribute werden zu Shopware-Eigenschaften, nicht zu Fließtext – nur so lässt sich später danach filtern.
Akeneo · Pimcore · Produktdaten
Attribute, Varianten, Medien und Übersetzungen entstehen einmal im PIM und laufen von dort in den Shop – mit einer Freigaberegel, die halbfertige Artikel draußen hält.
Vertrauen u.A von:
Grundsatzfrage
Ein PIM ist kein Shop-Thema. Es lohnt sich, sobald Produktdaten an mehr als einer Stelle gebraucht werden: im Shop, im Katalog, auf Marktplätzen, in Datenblättern, beim Außendienst. Solange nur der Shop Daten braucht und eine Person sie pflegt, ist das Shopware-Backend das richtige Werkzeug, und wir sagen das auch.
Umgekehrt wird es ab einigen tausend Artikeln mit vielen Attributen, mehreren Sprachen und mehreren Personen im Prozess schnell teuer, es nicht zu tun: doppelte Pflege, widersprüchliche Angaben, kein Überblick, was fertig ist. Genau dafür sind Akeneo und Pimcore gebaut, und mit beiden arbeiten wir.
Der häufigste Anlass
Der wirksamste Teil einer PIM-Anbindung ist keine Übertragung, sondern eine Regel: Was nicht fertig ist, kommt nicht in den Shop.
Im PIM zählt eine Vollständigkeitsregel je Produktfamilie, welche Pflichtfelder gefüllt sein müssen. Erst wenn die Schwelle erreicht ist, wird der Artikel für Shopware freigegeben – je Sprache und je Kanal getrennt.
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Auch bei neuen Sprachen und neuen Kanälen.
Eine Pumpe braucht andere Pflichtfelder als ein Dichtring. Familien halten das auseinander, ohne dass jemand Listen pflegt.
Was für die ganze Familie gilt, wird einmal gepflegt. Ohne Vererbung pflegen Sie dieselbe Angabe tausendmal.
Ein Artikel kann auf Deutsch fertig und auf Französisch unvollständig sein. Dann erscheint er im einen Kanal und im anderen nicht.
Ein Produkt ohne Bild ist im Shop kein Produkt. Bilder und Datenblätter gehören in die Vollständigkeitsregel.
Datenmapping
Die Richtung ist fast immer eindeutig: Das PIM führt die Produktdaten, Shopware zeigt sie.
PIM in den Shop. Attribute werden zu Shopware-Eigenschaften, nicht zu Fließtext – nur so lässt sich später danach filtern.
PIM in den Shop, als echte Variantengruppen mit ihren Achsen (Größe, Farbe, Ausführung) statt als Einzelartikel.
PIM in den Shop. Wer den Baum im PIM führt, kann ihn für Shop, Katalog und Marktplätze gleichzeitig ändern.
PIM in den Shop: Bilder, Datenblätter, Zertifikate, Montageanleitungen – referenziert oder kontrolliert gespiegelt.
PIM in den Shop, je Sprachkanal, mit einer festgelegten Regel für unvollständige Sprachen.
PIM in den Shop: Erst die Freigabe entscheidet, ob ein Artikel sichtbar wird.
Stolpersteine
Sie entstehen alle beim Datenmodell, nicht bei der Übertragung – und lassen sich später nur mit Aufwand korrigieren.
Wer technische Merkmale in die Beschreibung schreibt, kann nie danach filtern. Und genau danach filtert der Kunde.
Aus einer Variantengruppe werden acht Produkte, der Katalog verdoppelt sich, und die Produktseite verliert ihre Auswahl.
Jedes Bild in jeder Auflösung in den Shop zu kopieren bläht Speicher und Bau auf. Referenzieren reicht meistens.
Fehlt ein französischer Text, steht die Seite leer da – statt auf Deutsch zurückzufallen oder den Artikel auszublenden.
Wird nach dem Umzug weiter im Shop gepflegt, überschreibt der nächste Lauf die Änderung. Das PIM muss führend sein, oder es lohnt sich nicht.
Anbindungswege
Für Akeneo und Pimcore gibt es Standardwege – die Frage ist, wie weit Ihr Datenmodell davon abweicht.
Für Akeneo und Pimcore gibt es Konnektoren zu Shopware. Für ein Standarddatenmodell ein guter Einstieg; prüfen Sie, ob Varianten, Medien und Sprachen vollständig abgedeckt sind.
Über die PIM-Schnittstelle und die Shopware Admin API beziehungsweise Sync API für große Mengen. Der Weg bei eigenen Familien, komplexen Varianten und vielen Sprachen.
Wenn außer dem Shop noch Marktplätze oder ein Katalogsystem versorgt werden. Dann verteilt eine Schicht dieselben Daten an alle Kanäle statt an jeden einzeln.
Ablauf & Aufwand
Vier Phasen. Die erste ist die wichtigste und hat mit Technik wenig zu tun.
Produktfamilien, Attribute, Varianten-Achsen, Pflichtfelder je Familie. Diese Entscheidung überlebt jede spätere Software.
FamilienAttributePflichtfelder
Ab welcher Vollständigkeit erscheint ein Artikel, je Sprache und Kanal.
VollständigkeitSprachkanäle
Erstimport über die Sync API, danach Delta-Läufe bei jeder Änderung im PIM.
Sync APIDeltaMedien
Das PIM wird führend, das Shop-Backend schreibgeschützt. Ohne diesen Schritt läuft beides auseinander.
Führendes SystemSchulung
FAQ · Shopware & PIM
Prüfen Sie es an drei Fragen statt an Selbstlob: Wird über Produktfamilien und Vererbung gesprochen oder nur über Felder? Wandern Medien mit, oder nur Texte? Und was passiert mit einem Artikel, dessen Pflichtfelder noch fehlen – erscheint er im Shop oder nicht? Wer darauf keine Antwort hat, baut eine Anbindung, die in sechs Monaten das Problem ist.
Unter etwa tausend Artikeln mit wenigen Attributen selten. Ab da lohnt es sich, sobald Sie mehrere Kanäle bedienen, mehrsprachig verkaufen oder mehrere Personen Produktdaten pflegen. Das Argument ist nicht der Shop – es ist alles, was außer dem Shop noch Daten braucht.
Akeneo ist enger auf Produktdaten zugeschnitten und schneller eingeführt. Pimcore ist breiter, kann auch Assets und Inhalte, und lohnt, wenn Sie ohnehin mehr als ein PIM brauchen. Beide binden wir an; die Wahl treffen Sie nach Ihrem Team, nicht nach der Technik.
Als eigene Sprachwerte am Produkt, die auf die Shopware-Sprachkanäle abgebildet werden. Wichtig ist eine Regel für unvollständige Übersetzungen: entweder Rückfall auf die Hauptsprache oder Artikel im betroffenen Kanal ausblenden.
Das legen Sie fest, nicht die Software. Üblich ist eine Vollständigkeitsschwelle im PIM: Erst wenn die Pflichtfelder gefüllt sind, wird der Artikel für den Shop freigegeben. Das verhindert halbfertige Produktseiten wirksamer als jede Nachkontrolle.
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