Integrationswerkzeug des Herstellers
Abas bringt Abas Connect mit, andere Hersteller haben Vergleichbares. Der saubere Weg, wenn es existiert: Der Hersteller pflegt seine Seite, wir bauen die Shopware-Seite dagegen.
abas · Proalpha · SelectLine · CSB
Gewachsene ERP-Systeme haben selten eine offene REST-Schnittstelle. Der Weg führt über das Integrationswerkzeug des Herstellers, über Ihren Partner – oder über eine Schicht, die wir dazwischensetzen.
Vertrauen u.A von:
Anbindungswege
Bei Cloud-Systemen ist die Frage, welche Felder man nimmt. Hier ist die Frage, ob überhaupt eine Tür offen steht – und wer den Schlüssel hat.
Abas bringt Abas Connect mit, andere Hersteller haben Vergleichbares. Der saubere Weg, wenn es existiert: Der Hersteller pflegt seine Seite, wir bauen die Shopware-Seite dagegen.
Bei Proalpha, SelectLine, Alphaplan und CSB betreut fast immer ein Partner die Installation. Er gibt Felder und Zugänge frei – und bestimmt damit den Zeitplan. Wir binden ihn von Anfang an ein, statt ihn später zu überraschen.
Manche Systeme geben nur Dateien her, eine Datenbanksicht oder einen geplanten Export. Dann setzen wir eine Schicht davor, die daraus eine saubere Schnittstelle macht – und der Shop merkt vom Alter des ERP nichts.
Einordnung
Bei einem Cloud-ERP ist die Schnittstelle dokumentiert, der Zugang eine Frage von Minuten, und der Aufwand steckt im Datenmapping. Bei einem gewachsenen Mittelstands-ERP ist es umgekehrt: Der Bau ist oft der kürzeste Teil, und die Zeit geht für Klärung drauf – welche Tür gibt es, wer darf sie öffnen, was passiert mit Anpassungen, die vor zehn Jahren jemand eingebaut hat.
Wir kennen das aus Projekten mit SAP und Microsoft Dynamics, wo es ähnlich läuft. Deshalb fragen wir im Erstgespräch zuerst nach Ihrem ERP-Betreuer, nicht nach Feldern. Projekte ohne einen Verantwortlichen auf der ERP-Seite bleiben fast immer in der Zugangsphase stecken.
Und ein Wort zum Systemwechsel: Ein gewachsenes ERP bildet Prozesse ab, die woanders nicht existieren. Es wegen einer Shop-Anbindung zu ersetzen, ist fast immer die teurere Entscheidung. Wir raten dazu nur, wenn es gar keinen Weg nach draußen gibt.
Datenmapping
Der Umfang unterscheidet sich kaum von anderen ERP-Projekten – der Weg dorthin schon.
ERP in den Shop: Nummer, Bezeichnung, Einheiten, technische Daten. Beschreibungen und Bilder kommen häufig aus einem PIM daneben.
ERP in den Shop, je Kunde und Menge. In gewachsenen Systemen steckt hier oft die meiste Sonderlogik – und die längste Klärung.
Viele Häuser wollen nicht die nackte Zahl im Shop sehen, sondern eine Ampel oder einen Liefertermin. Das ist eine Geschäftsentscheidung, keine technische.
Shop ins ERP, bei Abschluss oder Zahlungseingang. Bei Freigabeprozessen als Vorgang, der erst geprüft wird.
Chargen, Mindesthaltbarkeit, Gewichtsartikel, Seriennummern, Zertifikate – je nach Branche der eigentliche Aufwand.
Auftragsbestätigung, Lieferschein und Rechnung ins Kundenkonto, damit der Innendienst nicht mehr per Mail verschickt.
Stolpersteine
Fünf Punkte, die in keinem Datenblatt stehen und trotzdem den Zeitplan bestimmen.
Der häufigste Grund, aus dem solche Projekte liegen bleiben. Ohne benannten Ansprechpartner gibt es keine Freigaben und keine Testdaten.
In gewachsenen Installationen stecken Erweiterungen, die niemand mehr dokumentiert hat. Sie tauchen erst auf, wenn ein Feld anders aussieht als erwartet.
Wer gegen das Produktivsystem entwickeln muss, kann Fehlerfälle nicht durchspielen. Ein Testmandant ist kein Luxus, sondern Voraussetzung.
Ältere Systeme kürzen Felder hart ab oder stolpern über Umlaute und Sonderzeichen. Das fällt bei den ersten echten Kundennamen auf, nicht bei Testdaten.
Chargen und Gewichtsartikel nachträglich einzubauen heißt, das Datenmodell noch einmal anzufassen. Sie gehören in die erste Klärung.
Ablauf & Aufwand
Vier Phasen, wobei die erste hier ungewöhnlich viel Gewicht hat.
Welche Tür gibt das System her, wer darf sie öffnen, gibt es einen Testmandanten. Ergebnis ist eine ehrliche Aussage, ob und wie es geht.
SchnittstelleZuständigkeitTestmandant
Gemeinsam mit Ihrem ERP-Partner. Chargen, Einheiten, Konditionen – alles, was später teuer wird.
DatenmappingBranchenfelder
Wenn das ERP nur Dateien oder Exporte hergibt, entsteht eine Schicht davor, die daraus eine saubere Schnittstelle macht.
ZwischenschichtStaging
Erstbefüllung, Umschaltung, danach Protokoll und Alarm – gerade hier, wo niemand täglich ins ERP schaut.
ErstimportAlarm
FAQ · Mittelstands-ERP
Abas bringt mit Abas Connect ein eigenes Integrationswerkzeug mit, das laut Hersteller in Abas ERP enthalten ist. Damit ist die ERP-Seite abgedeckt; wir bauen die Shopware-Seite dagegen und stimmen das Feldmapping mit Ihrem Abas-Partner ab. Eine App im Shopware Store gibt es dafür nicht.
Technisch: Jedes System hat seinen eigenen Weg nach draußen, und keiner davon ist eine offene REST-Schnittstelle nach heutigem Verständnis. Organisatorisch: Fast immer betreut ein Partner Ihre Installation, und der entscheidet mit, was freigegeben wird. Das prägt den Zeitplan stärker als alles andere.
Ja, und es bringt Anforderungen mit, die andere Branchen nicht haben: Chargen, Mindesthaltbarkeit, Gewichtsartikel mit Preis je Kilo, Kühlkette im Versand. Das gehört ins Datenmapping, bevor jemand eine Zeile Code schreibt – nachträglich ist es teuer.
Meistens ja. Entscheidend ist nicht, ob das System bekannt ist, sondern ob es eine dokumentierte Möglichkeit gibt, Daten zu lesen und zu schreiben – API, Dateiablage, Datenbanksicht, Nachrichtenwarteschlange. Wir sehen uns an, was vorhanden ist, und sagen Ihnen ehrlich, wenn der Weg über eine Zwischenschicht führen muss.
Rechnen Sie mit mehr Zeit als bei einem Cloud-ERP – nicht wegen Shopware, sondern wegen der Abstimmung. Die Feldklärung mit Ihrem ERP-Partner ist der längste Abschnitt, der Bau selbst oft der kürzeste.
Das entscheidet nicht der Shop. Ein gewachsenes Mittelstands-ERP bildet Prozesse ab, die woanders nicht existieren – ein Wechsel deswegen ist fast immer teurer als eine Anbindung. Wir raten nur dann zum Wechsel, wenn das System gar keinen Weg nach draußen hat.
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Holger Lentz
CEO, enno.dev GmbH
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